Überblick
Schätzen Sie den Value at Risk eines Portfolios aus Portfoliowert, erwarteter Rendite, Volatilität, Konfidenz-Z-Wert und Zeithorizont. Der Rechner ist für Fälle gedacht, in denen eine schnelle Kopfrechnung nicht ausreicht und die Annahmen sauber geprüft werden müssen. Er führt die wichtigsten Variablen in einem browserbasierten Ablauf zusammen, sodass Sie Szenarien vergleichen können, ohne eine eigene Tabellenkalkulation aufzubauen. Die Ergebnisse werden lokal aktualisiert, was mehrere Testläufe hintereinander besonders praktisch macht.
So verwenden Sie den Rechner
Nutzen Sie die Eingabefelder als kompaktes Planungsmodell. Beginnen Sie mit einem plausiblen Ausgangsfall und ändern Sie anschließend jeweils nur eine Annahme. Die wichtigsten Eingaben sind: Portfoliowert, erwartete Jahresrendite (%), Jahresvolatilität (%), Konfidenz-Z-Wert und Horizont in Handelstagen. Wenn Sie keinen exakten Wert kennen, verwenden Sie eine vorsichtige Schätzung statt einer scheinbar präzisen Vermutung. Sinnvoll sind ein Basisszenario, ein konservatives Szenario und ein optimistisches Szenario.
Berechnungsmethode
Das parametrische Modell skaliert jährliche Rendite und Volatilität auf den gewählten Horizont und verwendet anschließend einen Z-Wert der Normalverteilung zur Verlustschätzung. Die Formeln sind deterministisch: dieselben Eingaben führen jedes Mal zu denselben Ausgaben. Zwischenwerte werden erst bei der Anzeige gerundet. Wenn Nenner gegen null gehen können, arbeitet die Implementierung mit geschützten Divisionen, damit keine unbrauchbaren Ergebnisse entstehen.
Ergebnisse einordnen
Angezeigt werden: Value at Risk, Value at Risk (%), Stressverlust und verbleibender Wert. Verstehen Sie die Ausgabe als strukturierte Schätzung. Die Hauptkennzahl ist nützlich, doch die Begleitwerte zeigen, ob das Szenario ausgewogen, empfindlich oder nahe an einer praktischen Grenze liegt. Wenn eine kleine Änderung einer Eingabe eine große Änderung des Ergebnisses auslöst, verdient diese Annahme besondere Aufmerksamkeit.
Praxisbeispiel
Angenommen, ein Portfolio hat einen Marktwert von 100.000 €, eine tägliche Volatilität von 1,5 % und ein Konfidenzniveau von 95 %. Der parametrische VaR schätzt dann den Verlust, der unter Normalverteilungsannahme an einem typischen Tag nur mit etwa 5 % Wahrscheinlichkeit überschritten wird. Für Stresstests sollte zusätzlich mit höherer Volatilität gerechnet werden.
Qualitätscheck
Prüfen Sie vor der Nutzung in einer Entscheidung drei Punkte: Stimmen die Einheiten mit den Feldbeschriftungen überein? Ist kein veralteter Preis, Zinssatz, Messwert, Temperaturwert oder Kurs verwendet worden? Beschreibt die Annahme einen normalen Fall oder einen Sonderfall? Notieren Sie die Eingaben, wenn die Rechnung später nachvollziehbar bleiben muss.
Grenzen
Das Modell lässt bewusst fallspezifische Beschränkungen, rechtliche Regeln, Steuerdetails, Marktbrüche, medizinische Beurteilungen, Gerätespezifikationen und lokale Normen außen vor. Nutzen Sie den Rechner, um Größenordnungen und Abhängigkeiten zu verstehen, und sichern Sie kritische Entscheidungen mit belastbaren Quellen oder qualifizierter Fachprüfung ab.