Überblick
Schätzen Sie inneren Wert nach Gordon Growth, Dividendenrendite, Sicherheitsmarge und künftigen Wert aus Annahmen zum Dividendenwachstum. Der Rechner ist für Situationen gedacht, in denen eine schnelle Kopfrechnung nicht ausreicht und die Annahmen strukturiert geprüft werden müssen. Er führt die wichtigsten Variablen in einem browserbasierten Ablauf zusammen, sodass Sie Szenarien vergleichen können, ohne eine separate Tabellenkalkulation aufzubauen. Die Ergebnisse aktualisieren sich lokal, was mehrere Testfälle hintereinander besonders praktisch macht.
So verwenden Sie den Rechner
Nutzen Sie die Felder als kompaktes Planungsmodell. Beginnen Sie mit einem realistischen Ausgangsfall und ändern Sie anschließend jeweils nur eine Annahme. So lässt sich das Ergebnis leichter prüfen, weil sichtbar wird, welche Eingabe den größten Teil der Veränderung verursacht. Die wichtigsten Eingaben in diesem Rechner sind: nächste Jahresdividende, geforderte Rendite (%), Dividendenwachstum (%), aktueller Preis, Projektionsjahre. Wenn Sie keinen exakten Wert kennen, verwenden Sie lieber eine vorsichtige Schätzung als eine scheinbar präzise Vermutung. Sinnvoll ist ein Basisszenario, ein konservatives Szenario und ein optimistisches Szenario. Die Spanne zwischen diesen drei Ergebnissen liefert meist mehr Kontext als eine einzelne isolierte Zahl.
Berechnungsmethode
Das Gordon-Growth-Modell setzt die nächste Dividende, die geforderte Rendite und das nachhaltige Wachstum zueinander in Beziehung; daraus werden Bewertungskennzahlen und Projektion abgeleitet. Die Formeln sind deterministisch: Dieselben Eingaben führen jedes Mal zu denselben Ausgaben. Zwischenwerte werden erst bei der Anzeige gerundet. Dadurch bleiben Sensitivitätsprüfungen konsistent und vermeidbare Rundungsfehler werden reduziert. Wenn ein Nenner gegen null gehen kann, verwendet die Implementierung geschützte Divisionen, damit der Rechner stabil bleibt und keine unbrauchbaren Ergebnisse liefert.
Ergebnisse einordnen
Angezeigt werden: innerer Wert, Sicherheitsmarge (%), künftiger innerer Wert, Dividendenrendite (%). Verstehen Sie die Ausgabe als strukturierte Schätzung. Die Hauptkennzahl ist nützlich, doch die Begleitwerte sind genauso wichtig, weil sie zeigen, ob das Szenario ausgewogen, empfindlich oder nahe an einer praktischen Grenze liegt. Achten Sie darauf, ob sich die Begleitwerte in die erwartete Richtung bewegen. Wenn eine kleine Änderung einer Eingabe eine große Änderung des Ergebnisses auslöst, sollte diese Annahme durch Quelldokumente, belastbare Messungen oder fachliches Urteil geprüft werden, bevor sie eine wichtige Entscheidung stützt.
Praxisbeispiel
Starten Sie mit den Standardwerten und ersetzen Sie sie durch Ihren eigenen Fall. Rechnen Sie zuerst das Szenario, das Sie für am wahrscheinlichsten halten. Verschieben Sie danach eine wichtige Annahme in eine ungünstige Richtung und berechnen Sie erneut. Testen Sie abschließend eine günstigere Variante. Der Vergleich dieser drei Ergebnisse gibt Ihnen eine realistische Spanne und erleichtert es, Risiken, Grenzen und Prioritäten mit anderen zu besprechen.
Qualitätscheck
Prüfen Sie vor einer Entscheidung mindestens drei Punkte. Erstens: Stimmen die Einheiten mit den Feldbeschriftungen überein? Zweitens: Haben Sie keinen veralteten Preis, Messwert, Zinssatz, Temperaturwert oder sonstigen Ausgangswert verwendet? Drittens: Beschreibt die Annahme eine normale Situation oder einen Sonderfall? Wenn eine Eingabe das Ergebnis stark bewegt, führen Sie für genau diesen Wert eine separate Sensitivitätsprüfung durch. Notieren Sie außerdem die verwendeten Annahmen, damit der Berechnung später wiederholt und erklärt werden kann.
Grenzen
Das Modell lässt bewusst fallspezifische Beschränkungen, rechtliche Regeln, Steuerdetails, medizinische Beurteilungen, Gerätespezifikationen und lokale Normen außen vor. Prüfen Sie kritische Eingaben, bevor Sie eine Entscheidung mit hoher Tragweite treffen. Dieser Rechner ist keine offizielle Zertifizierung, Diagnose, Anlageempfehlung, unterschriebene Ingenieurplanung oder Laborvorschrift. Er hilft, Größenordnung und Zusammenhänge zu klären; die Qualität der Eingabedaten und die Eignung der endgültigen Entscheidung bleiben jedoch in Ihrer Verantwortung.